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Corydoras pygmaeus ist ein ganz besonderer Panzerwels.

Er kommt aus Brasilien und wird nur knapp 2,5-3 cm groß. Eine Besonderheit dieses kleinen Welses liegt darin, dass er auch freischwimmend ist, sich also sehr oft und ausgiebig im mittleren Schwimmraum aufhält.
Bei mir schwimmt er gerne mit den Salmlern mit, um sich dann auf einem erhöhten Platz, wie z.B. einer Wurzel oder einem Pflanzenblatt, auszuruhen. Diese Eigenart sollte auf jeden Fall berücksichtigt werden wenn man sie vergesellschaften möchte, damit ausreichend Platz, also ein freier Schwimmraum, vorhanden ist und dort nicht schon zu viele Fische weilen.
C. pygmaeus sollte wie alle Panzerwelse unbedingt auf Sandboden gehalten werden, denn trotz seiner Vorliebe des Freischwimmens, unternimmt er dennoch lange Streifüge über den Boden und gründelt ausgiebigst durch Mulm und Sand, indem er diese durch die Kiemen rieseln lässt.
Corydoras sind gesellig und brauchen unbedingt Ihresgleichen und zwar von der selben Art! Ich persönlich würde Corys niemals unter 10 (ich tendiere sogar mittlerweile eher zu 15 Tieren) halten, gerade bei solch kleinen Exemplaren bietet es sich geradezu an, endlich auch mal größere Gruppen halten zu können. Momentan schwimmen knapp 35 Tiere bei mir im 200er...
Weiches, saures, kühles und sauerstoffreiches Wasser ist eine Grundvorrausetzung um sie erfolgreich zu pflegen, ebenso das geeignete Futter.
Mit ihrem kleinen Maul können sie natürlich auch nur kleines Futter zu sich nehmen. Lebendfutter wie Wasserflöhe, Artemien oder auch kleine Mückenlarven werden gierig gejagt und verspeist, aber auch eine (zugegebenermaßen selten) verabreichte Futtertablette lässt den ganzen Pulk hektisch zusammenkommen. Wenn ausreichend Javamoos und Mulm vorhanden ist, so kann man sich sicher sein, dass sie immer etwas im Bauch haben. Ansonsten sollte man darauf achten, dass C. pygmaeus gerade bei Vergesellschaftung mit anderen Fischen nicht zu kurz kommt. Sie sind sehr zart und lassen sich schnell von größeren, rabiaten Fischen verjagen Zwerggarnelen sind z.B. ein sehr geeigneter Beibesatz.

Momentan (2004) schwimmen sie noch mit meinen Platys zusammen, bei dieser Zusammenstellung muß darauf geachtet werden, daß die Kleinen genügend Futter abbekommen! Sobald ich kann, werde ich diese Zusammenstellung zu Gunsten der Welse ändern.
Hält man sie in einem Artenbecken, so reicht schon ein 60er AQ aus um eine schöne Gruppe zu pflegen. Sandboden, eine dichte Randbepflanzung, einige Wurzeln, etwas Laub und eine nicht zu helle Beleuchtung stellen dann die ideale Gestaltung dar. Der Renner sind bei mir die Bacopa caroliniana, auf deren festen kleinen Blättern liegt dann fein brav in Stockwerken aufgeteilt die ganze Meute... sieht lustig aus...*LOL* Ich habe ja in den Aquarien Mattenfilter und diese werden auch ausgiebigst abgeweidet, es scheint also immer etwas lohnenswertes zu finden da zu sein.

Auch "surfen" sie unglaublich gern im Filterstrom mit, welcher jedoch bei mir nur stark gedrosselt ist (direkt am Auslass, dann verläuft es sich schnell), ansonsten ist das Aquarium recht strömungsfrei. Ansaugschläuche sollten mit einem wirklich feinen Korb, am besten noch mit einem Stück Filterschwamm gesichert werden. Ich mußte sogar meinen Cyclo 500 (CO2 Reaktor, Dennerle) unten mit einem Netz absichern, da die kleinen Kerlchen, genau wie die H.amandae, dort mit Vorliebe rein schwammen...
Dieser Fisch ist ein sehr interessanter Pflegling, doch ich rate ab, ihn in einem "normalen Gesellschaftsbecken" mit agilen, größeren Fischen einzusetzen ...er ist zu scheu und zart, würde dort über kurz oder lang eingehen.
Perfekt würde ein Artenbecken sein. Jedoch gibt es auch einige Fische, die ihn nicht behelligen und ihm sogar durch ihre angstlose Art etwas seine Scheu nehmen.
Beim Erwerb sollte unbedingt darauf geachtete werden, dass die Tiere agil im Becken schwimmen und gesund sind. Selten sehe ich gesunde Pygmaeus im Handel. Durch Transport und falschen Futter sind sie meist schon stark geschwächt und somit oft auch schon mit Flossenfäule, Darm/Hautparasiten oder bakteriellen Erkrankungen infiziert.

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